Der SDLC unterstützt Softwareentwickler bei der Planung, Entwicklung, Pflege und dem Austausch von Softwaresystemen mit einem hohen Maß an Effizienz und Qualität. Der SDLC kann in Verbindung mit oder anstelle von anderen Projektmanagementprozessen eingesetzt werden.
Erstellen Sie in dieser Phase einen Workflow, auf den sich sowohl Ihr Team als auch die wichtigsten Stakeholder während eines Releases beziehen können.
Der Workflow sollte auf einen Blick veranschaulichen, wie der gesamte Release abläuft und welche Rolle die einzelnen Teammitglieder dabei spielen. Das sollte Ihr Release-Plan beinhalten:
- Zeitpläne
- Liefertermine
- Anforderungen
- Gesamtumfang des Projekts
Es gibt mehrere Möglichkeiten, Ihren Plan zu entwerfen und den Prozess zu verdeutlichen. Eine Möglichkeit ist eine Release-Management-Checkliste. Die Checkliste sollte die Prozessfunktionen und -zuständigkeiten in grober chronologischer Reihenfolge aufzeigen.
Wenn Ihr Team sich die Checkliste ansieht, sollte es schnell feststellen können, bei welchem Schritt es sich befindet und welche Rolle oder Zuständigkeit es hat.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, einen Release-Workflow zu erstellen. Lucidchart ist eine visuelle Produktivitätsplattform, mit der Entwickler ihre Prozesse klar darstellen können.
Erstellen Sie ein intuitives Flussdiagramm Ihres Release-Prozesses mit Farbcodierung, Formen und Verantwortungsbereichen zur Kennzeichnung von Zeitstrahlen, Rollen und Aufgaben. Lucidchart wird über die Cloud betrieben, wodurch Sie und Ihr Team jederzeit und überall auf den Release-Plan oder die Checkliste zugreifen können und Aktualisierungen in Echtzeit erhalten.
Sobald Sie Ihren Plan skizziert haben, legen Sie ihn allen relevanten Stakeholdern (Ihrem Team, dem Produktmanager und hochrangigen Führungskräften) zur Prüfung vor. Holen Sie sich ihr Feedback zu etwaigen Lücken oder Problemen ein, die sie in Bezug auf die Anforderungen oder den Umfang feststellen.
Sobald der Plan genehmigt und endgültig festgelegt ist, können Sie ihn in die Tat umsetzen.
2. Erstellen Sie den Release
Nach der Fertigstellung des endgültigen Release-Plans können Sie mit der Gestaltung und Erstellung des Produkts für den Release beginnen. Dies ist die eigentliche „Entwicklung“ des Produkts auf der Grundlage der im Release-Plan dargelegten Anforderungen.
Sobald alle eventuell aufgetretenen Probleme behoben sind, ist es an der Zeit, die Version einem Praxistest zu unterziehen.
Dies kann mehrere Iterationen erfordern. Während das Team das Produkt entwickelt, wird es (in der Regel automatisch) in eine Testumgebung zur Benutzerakzeptanz geschickt. Auf diese Weise kann das Team alle Fehler oder Probleme erkennen, die in einer realen Umgebung auftreten können.
Wenn Probleme festgestellt werden, wird die Version in der zweiten Phase zur Entwicklung zurückgeschickt. Das bedeutet, dass im Rahmen des iterativen Release-Management-Prozesses die Arbeit von Stufe zwei zu Stufe drei und wieder zurück wechseln kann, bis der Release genehmigt ist.
3. Benutzerakzeptanztests
Benutzerakzeptanztests (User Acceptance Testing, UAT) sind Tests, bei denen die Endbenutzer, für die das Produkt entwickelt wurde, es tatsächlich verwenden und Feedback geben können. Dies geschieht häufig in Form eines kostenlosen Online-Betatests oder gemeinsam mit einer größeren Gruppe von Mitarbeitern innerhalb des Unternehmens.
Benutzerakzeptanztests sind der wichtigste Schritt des Release-Managements, da eine Vielzahl von Daten erfasst werden und Fehlerbehebungen erforderlich sind, um die Version auf den für die offizielle Veröffentlichung erforderlichen Stand zu bringen.
Wie bereits erwähnt, ist dies Teil eines iterativen Prozesses. Wenn Fehler gefunden werden, kehrt das Team zur Planungsphase zurück, um die Probleme zu beheben und die Version so zu überarbeiten, dass sie besser funktioniert. Die Version muss die UAT-Phase erfolgreich durchlaufen, um für die endgültige Implementierung und den Release infrage zu kommen.
4. Bereiten Sie den Release vor
In diesem Schritt des Release-Management-Prozesses erhält das Produkt den letzten Schliff, wobei alle Erkenntnisse aus dem UAT berücksichtigt werden. Die Release-Vorbereitung umfasst auch eine abschließende Qualitätsprüfung durch das QA-Team.
Während der Prüfung führt das QA-Team abschließende Kontrollen durch, um sicherzustellen, dass die Version die im Release-Plan festgelegten Mindeststandards und Geschäftsanforderungen erfüllt.
Obwohl UAT und Qualitätssicherung nicht immer jedes Szenario replizieren können, das nach der Veröffentlichung des Produkts auftreten könnte, wurden in diesen Schritten hoffentlich die häufigsten Fehler herausgearbeitet, damit Ihr Team etwaige Probleme bei der Veröffentlichung besser vorhersehen und verhindern kann.
Sobald die Prüfung abgeschlossen ist, validiert das Funktionsteam die Ergebnisse und schließt den Release für die Bereitstellung ab. Bevor die Version in einer Live-Umgebung bereitgestellt werden kann, muss sie vom Product Owner genehmigt werden.
5. Stellen Sie den Release bereit
Der große Tag ist endlich gekommen – jetzt zahlt sich die harte Arbeit des Release-Management-Prozesses Ihres Teams aus. Es ist an der Zeit, Ihr Produkt in die Live-Produktionsumgebung zu entlassen.
Neben dem einfachen Übermitteln der Version an die Produktion umfasst die Bereitstellungsphase auch die Vermittlung von Nachrichten und Informationen über das Produkt an die Endbenutzer und Ihr gesamtes Unternehmen.
So sollten die Benutzer beispielsweise über die mit dem Release einhergehenden Änderungen informiert werden und erfahren, wie sie mit den neuen Funktionen arbeiten können. Je nachdem, wie umfangreich die Änderungen waren, müssen Sie möglicherweise umfassende und kontinuierliche Schulungen durchführen, um alle Mitarbeiter auf den neuesten Stand zu bringen.
Dies ist besonders wichtig für interne Releases, bei denen die Mitarbeiter, welche die Software verwenden, sie verstehen müssen, um effizient und produktiv arbeiten zu können.
Abschließend sollte sich das Entwicklungsteam während der Bereitstellungsphase treffen, um die Leistung des Releases zu bewerten und den Verlauf der Bereitstellung zu besprechen. Wenn noch Probleme bestehen, sollten diese ermittelt und dokumentiert werden, damit das Team sie bei der nächsten Iteration in Angriff nehmen kann.